12. bis 18. Jahrhundert

 

Wechselhafte Besitzverhältnisse bis zum Beginn der „Franzosenherrschaft“

Die Höfe „Eggerath“ und „Roitz“

 

1197: Erste Erwähnung des Eggerather Hofes

 

1224: Äbtissin des Damenstiftes in Essen überträgt das Vermögen, den Grundbesitz und die Kirche von Holzweiler an das Herrenkapitel des Stiftes, damit dieses die Verwaltung übernimmt. Das Damenstift behält die Verwaltung und die Pfründe des Pfarrhofes.

 

1234: Otto, Pfalzgraf bei Rhein, herzog von Bayern, überträgt dem Grafen Wilhelm zu Jülich die Vogtei Holzweiler zum Lehen. Damit liegt die Gerichtsbarkeit über Holzweiler in den Händen der Grafen zu Jülich, die Eigentumsverhältnisse liegen weiterhin beim Essener Stift.

 

1341: Erste urkundliche Erwähnung des Roitzerhofes als Rittergut.

 

1395: Philipus, Bischof von Ostia (römischer Hafen) wird Pfarrherr in Holzweiler

 

Im 14. Jahrhundert wütet die Pest in Holzweiler und bringt einen eklatanten Rückschlag in der Ortsentwicklung. Es sind viele Tote zu beklagen. Die Einwohnerzahl sinkt beträchtlich.

 

1560: Erste urkundliche Erwähnung des Weyerhofes.

 

1585: Ein neuer Dorfgraben wird als Wehr und Schutz vor umherziehenden Kriegshorden gebaut.

 

1600: Kurfürst Ernst von Bayern, Fürsterzbischof zu Köln ist Schützenkönig in Holzweiler und weckt die St. Sebastianus Schützenbruderschaft aus ihrem Dornröschenschlaf. Ein großes Schützenfest mit großem Gelage wird zu Pfingsten gefeiert. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft tritt in die Geschichte ein.

      

1642: Im Laufe des dreißigjährigen Krieges wurde auch Holzweiler gebrandschatzt. Die Bevölkerung verbarg sich damals in eigens dafür angelegten unterirdischen Gängen. Auch die Holzweiler Mühle versank in Schutt und Asche.

 

1663: Erneut wird Die Vogtei Holzweiler von Pfalzgraf Carl - Ludwig dem Herzog von Jülich übertragen. Somit steht Holzweiler nunmehr für lange Zeit unter jülicher Gerichtsbarkeit, während das Essener Stift noch immer die Grundherrschaft führt,

 

1736: Ein großer Brand vernichtet fast alle Häuser im Ortszentrum.

 

1787: Gründung der Rosenkranzbruderschaft. jedes Haus bzw. jede Familie stellt ein Mitglied dieser neuen Bruderschaft.

 

1794: Auch in Holzweiler greift die “Sekularisation”, den Kirchen wird das Vermögen weggenommen. Die alte Landesherrlichkeit Kaster mit dem Dingstuhl Holzweiler wird aufgelöst. Holzweiler wird zunächst selbstständige Gemeinde, später jedoch der “Mairie” (Bürgermeisterei) Immerath zugeschlagen.